|
-
-
| |
Das Fährten
 |
Verantwortliche
der Fährtenarbeit
|
| |
Bettina Sachs |
|
-
|
Jeder Hund kann zum Fährtenhund ausgebildet
werden, vorausgesetzt, er hat keine gesundheitlichen Probleme, die ihm das
verbieten. Das Alter des Hundes spielt dafür keine wesentliche Rolle, wichtig
ist, dass der Hund in der Lage ist, sich für einen bestimmten Zeitraum (seinem
Alter entsprechend) zu konzentrieren. Wissen sollte man auch, dass dieses Hobby
sehr zeitaufwendig ist, Zeit- und Termindruck, sowie Stress sind hier völlig
fehl am Platz. Da der Hund von Natur aus ein Nasentier ist versuchen wir, wie so
oft beim Hundesport, angeborene Fähigkeiten für uns zu erkennen und auch zu
nutzen (Rettungshunde, Lawinensuchhunde, Drogensuchhunde).
Die Riechschleimhaut, als das eigentliche
Riechorgan des Hundes, ist durch ihren Aufbau (Dicke, Fläche, Anzahl der
Riechzellen) der menschlichen Nase um einiges voraus. Auch der Anteil des
Gehirnes, der für das Riechen verantwortlich ist, ist größer als beim Menschen.
Der Hund ist also bestens "ausgestattet", um Gerüche aufzunehmen, zu speichern,
wiederzuerkennen, zuzuordnen und zu verarbeiten. In der Wildbahn braucht das
Tier die Nase zum Überleben - je stärker der Hunger, desto besser die
Riechleistung. Die Ausnutzung dieses Zusammenhanges hilft uns auch beim Aufbau
eines Fährtenhundes.
Wie entsteht eine
Fährte?
Beim Laufen des Fährtenlegers auf einer sog.
Fährtenspur kommt es durch dessen Eigengewicht und durch die Reibung des
Schuhwerkes zu einer mechanischen Veränderung der Bodenoberfläche. Dabei werden
Pflanzenstrukturen und Mikroorganismen zerquetscht und Duftstoffe freigesetzt
(Bakterienwachstum, Fäulnis). Die Fährte unterliegt ständigen Veränderungen,
welche z. B. abhängig sind von der Bodenstruktur, dem Wetter, der Temperatur
sowie der Liegezeit der Fährte.
Was ist das Ziel
beim Fährten?
Der Hund soll die gelegte Fährte nach einer
bestimmten Zeit ruhig, selbständig und mit tiefer Nase absuchen. Je nach Alter
und Ausbildungsstand des Hundes handelt es sich dabei entweder um einfache
Geraden, mehrere Schenkel mit Winkeln oder auch Bögen. Das korrekte Verweisen
(Finden und Anzeigen) von ausgelegten Gegenständen auf der Fährte gehört ebenso
dazu.
Zurück |